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Die Idee
Das Cover-Kleid entstand auch diesmal wieder in enger Abstimmung mit der sisterMAG-Mutter Evi. Ideen wurden hin- und hergesendet. Zwischenzeitlich stand auch ein Kleid aus lauter Gläsern (womöglich von Ikea) zur Debatte. Dann jedoch stolperte ich auf Pinterest (wo auch sonst) über die Künstlerin Julie Richey und ihre Skulptur “La Corrente”, hergestellt aus Marmor, Glas-Mosaiken und Muscheln.

Hergestellt für die 2011 Mosaic Arts International, einer Ausstellung über zeitgenössische Mosaiken. Ich war begeistert, enthusiastisch und ein wenig unsicher: könnte man das wirklich schaffen für ein Cover-Kleid? Wir entschieden: ja, es ist möglich!
Herstellung des Kleids
Auf Mixed Store bestellten wir über 4 kg Spiegelsteine, zudem sogenannte Byzantik-Steine in verschiedenen Blau- und Grüntönen. Das Kleid besteht eigentlich aus einem unglaublich steifen Stoff, welcher an der Nähmaschine wohl einiges Fluchen verursachte. Die Silhouette wird zudem durch ein um die Hüften geschnürtes, ringförmiges Kissen hervorgerufen.

Vom Cocktail-Shooting aus Berlin hetzend, kam ich also nach Hause und wir begannen, das beige Grundgerüst zu bestücken. Insgesamt sind es am Ende über 4000 Steine gewesen, die wir mit etlichen Heißklebepistolen-Sticks am Kleid befestigten. Unterbrochen nur vom zuweilen skeptischen Nachfragen meines Vaters, der beunruhigend oft fragte: “Ob ihr das schafft?” – “Ob das hält?” ;). Zum Erstaunen aller fielen wirklich nur wenige Steine vom Kleid.

Man soll ja niemanden zu etwas zwingen, was derjenige nicht möchte. Bevor das eigentliche Cover-Shooting begann, schlüpfte also auch ich einmal ins Kleid und lasst euch gesagt sein: es war unglaublich schwer, ein bisschen panzerartig und ich beneidete Anke keinesfalls!!

Akteure – Model, Fotograf, Stylistin etc.
Wobei wir auch bei den Hauptpersonen wären, die sich am 30. Juni im Garten unseres Hauses versammelten, um das neue Cover zu zaubern.

Ein großer Dank geht zunächst an Anke, die uns ein perfektes Model war und dafür sogar ihre kleine Tochter und Familie für ein paar Stunden verließ, um in unserem Garten ein über 4 kg schweres Mosaikkleid zur Schau zu stellen ;). Ganz nach unserer Devise “Reale Menschen” wollen wir Euch noch verraten, dass Anke im ‘realen Leben’ Chirurgin ist und selbst mit riesigen Familienvans sehr gut parken kann (hab ich selbst gesehen)!
Als Fotograf konnten wir den talentierten Cris Santos gewinnen. Vielleicht erinnert ihr euch an unser Contributor-Profil aus dem Januar diesen Jahres erinnern (hier gehts zum Post). Falls ihr euch wundert, wie die beiden Geschichten zusammenpassen, da er doch augenscheinlich ein Fotograf aus Kanada ist: Cris hat abenteuerlich und innerhalb weniger Tage entschieden, für ein Jahr seine Sachen zu packen und nach Berlin zu ziehen. Dort assistiert er nicht nur Künstlern, lernt Deutsch und lernt so einiges über deutsche Volksfeste, sondern hilft uns auch unglaublich selbstlos beim sisterMAG. In dieser Ausgabe findet ihr daher nicht nur ein, zwei, sondern drei (!) Shootings mit seinen Bildern!
Manchmal bleibt ein Job eben auch in der “Stadt”. Dies gilt nicht nur für den Ort des Shootings, sondern auch für die für Haar&Make-up verantwortliche Christine Donath, die in meiner Heimatstadt einen Friseursalon betreibt (und übrigens für das Haar unseres Vaters verantwortlich ist).
Das Setting
Ein unglaublich schöner Tag versprach es zu werden an diesem Samstag Ende Juni. Nicht erwarteten wir allerdings die zwei Regengüsse, die zwischendurch unseren Backdrop aus Stoff fast völlig durchnässten. Im Windschatten des Hinterhofs bauten wir also unser Freilichtstudio auf, denn Sonnenlicht bringt noch immer die schönste Färbung für ein sommerliches Cover des sisterMAGs. Sobald Anke im Spiegelkleid nach draußen trat, spielten denn auch schon tausende kleine Lichtpunkte am Boden verrückt. Am Ende musste gar die Stylistin mit roter Hose aus unserem Blickfeld und vor allem Kleid-Feld verschwinden, da wir sonst ein rotes Cover gehabt hätten! Was für ein Kleid und was für ein Tag. Dank Cris musste Anke dann doch nicht ganz so lang herumstehen, denn er schießt schnell und gut!

Wir hoffen, Euch gefiel der kleine Einblick hinter die Kulissen und sind ganz gespannt auf Euer Feedback. Wie hats euch denn gefallen, unser neues Cover?
P.S. Am Ende gabs Erdbeeren mit Sahne – auch fürs Model ;)!

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