Leim & Papier – Heftplanung

hefte

Die Enwicklung eines solchen Medientypus wie einer Publikumszeitschrift ist sehr aufregend und zuweilen auch ein bisschen nervenaufreibend. Ich gebe zu: am Anfang hatte ich ein wenig Angst, dass wir gar keine Helfer finden würden und am Ende müsste ich ein Heft zusammenstellen, in denen ich 99% der Artikel selbst verantwortet hätte. Doch weit gefehlt: unsere Idee ist so positiv angenommen worden und wir haben tolle Fotografen, Autoren, Bastler und Freunde gewinnen können.
Mit riesigen Schritten geht es mittlerweile in Richtung unseres Startdatums, also saß ich letzte Woche an der Heftplanung. Ein paar Artikel sind immer noch nicht sicher und ich renne hinter ein paar Mitarbeitern hinterher. Jedoch bin ich vom Großteil richtig überzeugt und freue mich auf den Inhalt der ersten Ausgabe. In den nächsten Tagen sende ich also diese Planung an alle Mitarbeiter – streng geheim natürlich ;).
Wie arbeitet ihr solche Pläne aus? Nutzt ihr digitale Werkzeuge oder skizziert ihr lieber auf richtigem Papier?
Dieses Mal kaufte ich mir eine richtige “Kladde” in der Feinpapeterie PapierConcept (Kastanienallee 11) und hinein klebte ich lauter bunte Zettel für jeden Artikel. Später digitalisierte ich dann alles in InDesign, um es auch per eMail versenden zu können.

heftplanung

Ein richtig guter Platz, um eine solche Denkarbeit zu leisten? Zum Beispiel das Napoljanska auf der Kastanienallee in Berlin …

N°1: Themenvorstellung & Give-Away = DIY

Giveaway - Watercolour Postcard Pads

Bisher haben wir viel über Strategie gesprochen, einige Mitarbeiter bereits vorgestellt, eure Meinung bei Strukturierung und Kategorisierung erfragt … In den diversen Cafés und Hinterräumen in Berlin, London und Leipzig nimmt die erste Ausgabe jedoch so langsam eine Gestalt an: wir haben das Motto festgelegt, wissen welche Artikel geschrieben werden müssen und schreiben die vielen kleinen und großen Kleinigkeiten aus, die noch zu tun sind. Natürlich können wir euch noch nicht alles erzählen, denn ein wenig Spannung muss bleiben! Ihr sollt aber auch wissen, was euch erwartet. Deshalb beginnt heute endlich eine kleine Serie, auf die ich mich besonders freue: die Hauptthemenfelder mit welchen wir uns beschäftigen wollen. Im Laufe der Zeit werden bestimmt noch weitere Themen dazukommen und wir werden über Dinge stolpern, wenn wir neue Autoren und Leute kennenlernen.

Der erste Leitgedanke ist mir besonders wichtig und wird in mehreren unterschiedlichen Sektionen des Magazins auftauchen: DIY. Do-it-yourself bedeutet für mich nicht nur Knöpfe auf ein Stück Stoff zu kleben und das ganze auf ein Panel Holz zu tackern. Bei SISTER glauben wir nicht nur an selbstständige Frauen, die die Wasserkästen häufig selbst die Treppen hochhieven ;), sondern glauben auch an das Thema Nachhaltigkeit. Jedoch nicht in der Weise, in welcher dieses Wort in den letzten Monaten und Jahren trendig gehyped wurde, sondern wir mögen es, Dinge selbst zu machen und alte Handwerkstechniken zu bewahren, Produkte und Dinge zu bewahren.

Lasst mich kurz von einer Verwandten erzählen: ich habe sie lustigerweise noch nie kennengelernt oder gesehen. Das Einzige, was ich von ihr weiß, ist, dass sie eine Malerin in der Meißner Porzellanmanufaktur war. Bis heute zeigt mir meine Großmutter stets die Geburtstags- oder Weihnachtskarten, die sie von ihr erhält. Stets ist eine kleine Zeichnung auf der Vorderseite. Mal ein Blumenstrauß oder eine kleine Landschaft. Und es ist so einfach solch eine Zeichnung auf Papier zu bringen, selbst wenn ihr kein supertalentierter Aquarellmeister seid (und ich bin auf keinen Fall einer!). Im Web (z.B. Portfolio von Caitlin McGauley) oder auf Pinterest (einfach mal “Watercolor” suchen, ihr werdet erstaunt sein) gibt es hunderte Inspirationsquellen. Und heute will euch SISTER auch mit dem richtigen Handwerkszeug ausstatten und verschenkt drei kleine Aquarellmalblöcke vom Londoner Künstlerbedarf CASS ART. Jetzt kurz vor der festlichen Saison doch genau das Richtige!

Die Künstlerblöcke sind im Postkartenformat 10×15 cm, Aquarellpapierstruktur auf der Vorderseite, die Rückseite ist mit den typischen Postkartenlinien bedruckt.

Win
Und wie könnt ihr an der Auslosung teilnehmen? Ganz einfach!
1. Liked uns auf Facebook – wir versuchen unsere Facebook-Seite so interessant wie möglich zu halten mit vielen (aber nicht zu vielen) Links und Einblicken in unseren Alltag!
2. Hinterlasst einen kurzen Kommentar, an wen ihr die selbstgestaltete Postkarte schicken würdet.
3. Hoffen, dass der große Lospot Euren Namen auswirft!

Die Anmeldephase endet nächste Woche am 26. Oktober! Offen für alle Länder und Nationalitäten! Die Gewinner werden hier und auf Facebook bekanntgegeben.

Viel Glück und erzählt es allen euren talentierten Bastlerfreunden/innen! Thea

Profil. Rahel Zoller!

Rahel Zoller

Wie heißt du und wie heißt Dein Blog bzw. Business?
Rahel Zoller // Book Arts and Design // Photography (rahelzoller.com und rahelzoller.tumblr.com)
Worüber bloggst du? Haben Deine Themen mit Deinem Beruf zu tun oder ist es eher ein Hobby?
Ich blogge hauptsächlich Projekte und Fotografien und baue damit mein eigenes kleines Archiv auf. Das hilft mir zurück zu schauen
um zu sehen wie ich mich entwickelt habe und an was ich gerne weiter arbeiten möchte.
Dein Lieblingsbuch (oder Lieblingszeitschrift) Deiner Kindheit?
Als Kind ganz klar Die kleine Raupe Nimmersatt.
Deine Lieblingszeitschrift (Print und/oder Online)
Under/Current Magazine // SEBASTIAN // apartemento (alle print und ich kann mich leider nicht nur für eine entscheiden)
Deine Startseite im Browser?
Die Zeit Online
Was wirst Du zu SISTER beitragen?
Sämtliche Themen rund um London – hoffe ich :)
Welchen Vorschlag hast Du für unser Magazin (Thema, Feature, Technologie, …)? Hast Du einen besonderen Wunsch?
Ich weiß, dass ihr auf dem richtigen Weg seit!

Rahel Zoller

Warum ihr DIGITALE Zeitschriften lieben werdet

Bei der Konzeption unseres Magazins wollen wir uns stark auf die Mehrwerte für Leser durch digitale Möglichkeiten konzentrieren. Heute wollen wir euch nur von ein paar unserer Ideen vorstellen:

  • Click-through Möglichkeit für Produkte, d.h. ihr könnt direkt auf Produkte auf unseren Seiten klicken und gelangt zum Online-Shop, um hoffentlich ein Schnäppchen oder Schatz zu finden!
  • Downloads und Goodies – neben den Editorials wird es viele Zusatzprodukte rund um SISTER geben: Rezepte, KLeinigkeiten zum Ausdrucken, Playlisten, kleine Reiseführer, Schnittmuster … ihr werdet also eine ganze Menge aus unserem Magazin mitnehmen können! Einige der Downloads und Goodies werden gratis sein, andere könnt ihr direkt online kaufen für einen geringen “Click-Preis”
  • In der Anfangszeit werden wir noch nicht alle Ansätze umsetzen können, jedoch wollen wir ein plattformneutrales Magazin erschaffen, welches nicht nur in Eurem Chrome- oder Firefox-Browser funktioniert, sondern welches ihr auch auf iPad oder Galaxy laden könnt oder dessen Artikel als ePub für Kindle & Co. zur Verfügung stehen. (Ja, wir haben uns viel vorgenommen. Mal sehen, was wir alles schaffen ;)!)
  • Connect! Im letzten Post beschrieben wir kurz die Idee hinter unserem Namen. Wir wollen euch einige Plattformen zur Verfügung stellen, durch welche ihr mit anderen Leserinnen und Schwestern im Geiste in Kontakt kommen könnt: Flickr-Gruppen um Bilder der SISTER DIY Projekte zu zeigen, unsere Facebook-Fanpage welche für alle Fans eine offene Wall zur VErfügung stellt oder unser Hash-Tag #sister-mag um sich auf Twitter zu finden oder Bilder auf Pinterest im SISTER-Sinne zu kennzeichnen! Und wir denken stets über neue Möglichkeiten nach, während wir neue Social Media Formen und Services ausprobieren.
  • Wir sehen uns selbst gern als eine neue Form von Verlag – ganz nach Spillers Idee eines Verlags 3.0 – welcher jedoch als Freund gesehen werden kann. Wenn ihr also Feedback geben wollt oder einfach Hallo sagen wollt: SISTER ist ein offenes Projekt und wir freuen uns immer, von euch zu hören!

Tschüs vom SISTER team … ihr bekommt auch keine Roboter-Antwort, obwohl wir ein digitales Magazin sind ;)!
Roboter in London

Warum wir es SISTER nennen!

London Oktober 2011

Einige werden nun wahrscheinlich eine herzrührende Geschichte rund um den unübersehbaren Fakt erwarten, dass Toni und ich als Gründerinnen von SISTER eben Schwestern sind. Jedoch gibt es eine weitere Dimension des Namens:

Traditionelle Printpublikationen für Frauen haben sich stets auf eine einzelne Frau konzentriert. In der individuellen Privatsphäre werden diese Zeitschriften gelesen, ob auf dem Sofa gekuschelt oder den Arzttermin abwartend: man liest die Magazine meist allein, zeigt höchstens mal eine rausgerissene Seite der besten Freundin. Viele dieser Zeitschriften sind demnach im Singular benannt: SHE, Brigitte, Elle oder myself sind nur einige Beispiele.
Mit den Möglichkeiten des Web 2.0 und der Mentalität des Sharing, welche viele Frauen unserer Zeit begeistern, gehen wir anders an das Konzept einer Zeitschrift heran. Wir wollen eine Community aus ähnlich denkenden Frauen schaffen. Unsere Idee: wenn du SISTER liest oder an einer unserer “Connect!”-Ideen teilnimmst wirst du – selbst als Einzelkind – ganz viele Schwestern im Geiste gewinnen!