Umfrage abgeschlossen

Kategorisierung-ergebnis
In der letzten Woche haben wir euch immer wieder an eine für uns wichtige Frage erinnert und aufgefordert, abzustimmen: wie sollte das neue SISTER-Magazin kategorisiert und strukturiert werden? Euer Feedback hat uns sehr geholfen und heute können wir glücklich das Ergebnis präsentieren. Unsere potenziellen Leser/innen denken zum Glück ähnlich wie wir und haben sich nicht für die traditionelle Variante entschieden. Die überragende Mehrheit klickte für “Lebensräume” – das war auch ein Favorit des Gründerteams ;)!

Mein Sketchbook ist schon voll von Notizen, Skizzen und Ideen was wir nun umsetzen, welche Räume in unserer ersten “SISTER Wohnung” enthalten sein werden und welche Artikel ich gern dabei hätte. Habt ihr auch Wünsche? Bitte schreibt oder kommentiert, wenn euch etwas einfällt bzw. ihr schon immer eine Rubrik, eine Kolumne oder einen Artikel vermisst habt. Wir werden alles versuchen, Eure Wünsche umzusetzen!

Vielen Dank fürs Mitmachen! In den nächsten Wochen folgt die Vorstellung jeder Rubrik!
Thea

Reichweitengenerierung und Vermarktung


Durch die Möglichkeiten des digitalen Zeitalters kann man heutzutage bereits vor dem Launch des eigentlichen Produkts eine Art gesicherte Reichweite aufbauen. Diese manifestiert sich sowohl in der Anzahl der Freunde der Facebook Page, den Followern auf Bloglovin oder der Reichweite des Blogs selbst. Zeigt man hierbei bereits beachtliche Zahlen, ist die erfolgreiche Vermarktung der ersten Ausgabe möglich. Daher ist eine unserer wichtigsten Aufgaben in den nächsten Wochen die Gewinnung von Freunden und Followern für SISTER Mag.

Gar nicht so einfach, wenn es dann mal losgehen soll, sich an die vielen Ideen zu erinnern, die man mal irgendwo gehört oder gelesen hat. Daher wollen wir hier mal anfangen, unsere Ansätze vorzustellen und freuen uns auf alle weiteren Vorschläge. Schickt uns gerne Links zu verrückten Sachen, gebt uns Feedback, wenn Ihr denkt, das etwas Mist ist. Wir freuen uns darauf!

Der erste Schritt ist auf alle Fälle, mit so vielen Menschen wie möglich über unser SISTER Mag zu sprechen. Erstens erhält man sehr viele Fragen, die einem helfen, Dinge zu verbessern, manchmal ergeben sich aber auch unverhofft Ideen, die weiterhelfen.
Wir besuchen bzw. werden in den nächsten Wochen auch vermehrt Events und Konferenzen besuchen. Resi war letztes Wochenende z.B. auf der Etsy Konferenz in Berlin. Neben hoffentlich vielen interessanten Vorträgen geht es dabei auch ums Visitenkarten verteilen – etwas sehr Ungewohntes für uns beide – und Flyer verteilen mit der URL.

Diese Flyer wollen wir auch an Orten verteilen, wo sich wir unsere Zielgruppe vermuten, also Unis, Cafes etc. Fallen Euch noch mehr Plätze ein?

Facebook ist natürlich mit der wichtigste Kanal. Wie einige von Euch bereits bemerkt haben werden ;-), haben wir Euch eingeladen (und freuen uns so sehr über jedes einzelne “like”). Weiterhin gibt es vielleicht bald Facebook-Werbung von SISTER!
Neben Facebook gibt es natürlich noch andere Social Networks wie Google+, Twitter oder das deutsche StudiVZ. Hier wollen wir mal schauen, wie wir auch dort präsent sein können. Auf alle Fälle wollen wir als SISTER interessanten Leute auf Twitter folgen.

Der Blog ist im Moment das Herzstück von SISTER, kann als Vorläufer und Probelauf zur eigentlich digitalen Zeitschrift verstanden werden. Unsere Hoffnung ist, wer einmal auf www.sister-mag.com war, hat Lust auf die eigentliche Zeitschrift. Daher müssen wir so viele Leute auf den Blog locken und immer wieder zurückholen.
Dafür sind Partnerschaften mit reichweitenstarken Seiten wichtig. Wir SISTERs werden versuchen Features in Offline und Online Medien zu erhalten. Am einfachsten wird dies wahrscheinlich über Blogger-Kooperationen gehen. Wir möchten gerne Blogger, die wir bewundern, als Contributor gewinnen – vielleicht fällt dadurch auch der eine oder andere Beitrag auf den Blogs ab.

Bereits gestartet haben wir mit Features auf unseren eigenen Blogs Neu4bauer und Toni-in-viaggio. Dabei wollen wir auch Freunde werben. Denkbar sind typische Gewinnspiele, bei denen man für ein “like” auf Facebook, Bloglovin’ etc. beim Gewinnspiel mitmacht.

Klassische Werbeschaltungen auf zielgruppenrelevanten Portalen setzen wir mal auch auf die Liste – dann aber nur auf Performance-Basis.

Liftings in Blogger-Netzwerken und ähnlichen Plattformen werden wir auch mal probieren – Erfahrungswerte folgen.

Ich bin sehr gespannt, wie erfolgreich die einzelnen Aktionen sind. Wie bei allen bisherigen Kundenprojekten, die ich schon mitgemacht oder geleitet habe, bin ich aufgeregt, ob die Ideen auch wirklich so funktionieren. Jeden Tag schaut man wieder in die Statistik und freut sich über jede Veränderung und jeden Kommentar.

Ich freue mich darauf zu hören, was Ihr zu unseren Ideen sagt. Toni

Bildquelle: Mochatini

#helloetsy Konferenz: Doug Richard’s Startup-Talk

In den letzten Tagen war ein tüchtiger Internetrummel rund um die Konferenz Hello Etsy in Berlin am letzten Wochenende. Das Programm war auch voll mit Vorträgen und Workshops, die ich mehr oder weniger inspirierend fand. Heute möchte ich euch die Ideen und Gedanken von Doug Richard vorstellen, dessen Auftreten ich wirklich toll fand:

Doug Richard ist ein Entrepreneur und Spezialist für Technologietransfer, Kommerzialisierung und Unternehmensgründung aus Kalifornien, der heute in Großbritannien lebt. Durch sein Auftreten im BBC-Programm Dragons’ Den hat er einige Berühmtheit erlangt. Er selbst hat zwei Firmen gegründet und erfolgreich verkauft: “Visual Software” und “ITAL Computers”.
2008 hat er die School for Startups  gegründet, die in Großbritannien sitzt und Gründern die Kunst des Gründens beibringen möchte – in Kooperation mit der Royal Institution und British Library.

Er begann seine Ausführungen mit der leidenschaftlichen Aussage, wie wichtig kleine Unternehmen und Startups sind: “alle neuen Jobs in den USA kommen von jungen Unternehmen – und auch die Innovationen und Änderungen in der Welt”.

Dabei bedeutet heute “klein” nicht mehr gleichzeitig an einen Ort gebunden zu sein. Diese großartige Möglichkeit für kleine Unternehmen, auch global aktiv zu sein, ist allerdings eine Möglichkeit der heutigen digitalen Welt, die – laut Richard – von drei “Titanen der Kommunikation” herbeigeführt wurde. Er sprach dann kurz über die Innovatoren hinter KAZAA (könnte ihr euch an diese Datei-Tauschbörse noch erinnern?), die diese Technologie schließlich nutzten um SKYPE zu gründen. Der dritte Titan in der Reihe der Innovatoren war schließlich Mark Zuckerberg: “Mark wollte zugegebenerweise ein Date finden … und hat die Welt revolutioniert.” Egal also ob wir an Facebook, Google oder Skype denken – die heute allesamt große kommerzielle Konzerne darstellen – sie haben die Welt kleiner werden lassen, die Kommunikation müheloser und dadurch wird die Welt immer stärker zusammengepresst. Dadurch schweben wir alle ein wenig höher über dieser gepressten Erde (herrliche Metapher, nicht wahr ;)?

Danach sprach er ein wenig über seine eigene Biographie und die Schwierigkeiten eines Angel Investors: “Man investiert nur in die risikoreichsten Ideen und meist schafft es nur eins von zehn Unternehmen”. Immer also, wenn man mit einem passionierten Gründer spricht, spukt im HInterkopf die Frage herum, ob es also genau diese Idee ist, die so erfolgreich wird, dass sie den Verlust der neun anderen tragen kann. Jedoch hat sich auch dieses Bild mittlerweile geändert: indem andere um uns herum eine virtuelle Welt aufgebaut haben, sind auch die Kosten ein Startup zu gründen gesunken und das Risiko kleiner geworden.
Seine School of Startups lehrt demnach dieses Prinzip: Starte ein Unternehmen ohne großes Kapital, starte leicht und ohne Büro – denn Büros sind nur fürs Ego. Es gibt hunderte an “Büros” in den Kaffeehäusern dieser Großstädte und Küchen unserer Wohnungen!

Doug hat demnach alle Leute im Raum aufgefordert neuen Reichtum zu schaffen. Seiner Meinung nach gibt es für uns alle noch viele Möglichkeiten eine reiche Gesellschaft zu schaffen – ob es sich um konventionellen ökonomischen Reichtum oder aber um andere Güter wie Glück handelt.

Es ging in der Fragerunde schließlich um die Frage, wie er als Geisteswissenschaftler mit Programmierern umgeht und seine Antworten waren nicht nur herrlich, sondern auch wahr: Programmieren ist eine Kunst und keine Wissenschaft! Sobald man diese Unterscheidung macht, wird man Developper auch besser verstehen und sie in besserer Weise ansprechen können. Ein guter Programmierer kan Code schreiben, ein toller Programmierer dagegen eleganten Code kreieren. Also seine (ziemlich unpraktische) Zusammenfassung: Stellt tolle Programmierer ein und packt sie in Wolle ;)!!

Seine letzten Worte gefielen mir besonders und hinterließen in mir einen enthusiastischen Aktivismus: er sagte, dass wir alle die Kunst des Gründens und Start-ups mystifizieren. In den Schulen und Universitäten lernt man zwar viele Theorien und Dinge rund um Entrepreneurship, stets sehr akademisch … und daher auch sehr unpraktisch! Praktische Erfahrungen kann man nur sammeln, wenn man ANFÄNGT! Thea

Hier sein gesamter Vortrag als Video:

Ihr entscheidet! Umfrage zu Kategorisierung

Als wir uns für ein Logo entscheiden mussten, haben wir einige gute Freunde angeschrieben und um Hilfe gefragt. Wir bekamen 100% Feedback und ausführliche Mails und Nachrichten! Heute wollen wir Euch alle um Hilfe bei einer schwierigen Entscheidung bezüglich des SISTER Magazins bitten. Unten findet ihr vier verschiedene Herangehensweisen an die Kategorisierung des Heftes. Am Ende bitten wir um ein Votum: wie würdet ihr SISTER – Magazin gern strukturiert sehen?

{1} Traditionell

Mit dem Ziel ganz offen an die Konzeption eines Magazins heranzugehen, müssen alle traditionellen Konzepte der Zeitschriftenpublikation hinterfragt werden. Denkt man an heutige Frauenzeitschriften, so ist der überwiegende Teil nach traditionellen Kategorien und Themengebieten geordnet: Mode, Einrichten, Essen, Beauty etc. Mit dieser Einteilung ist man auf der sicheren Seite. Fast jeder Artikel, der in meinem Kopf herumschwirrt, passt ohne Probleme in eine der Kategorien = größter Vorteil!

Wie könnte es aussehen – Beispiel:

  • Technologie – TechSister
  • Mode – Fashion Sisters
  • Reisen – Traveling Sister
  • Gesundheit und Wellness – Healthy Sister

{2} Nach Wochentagen

Die zweite Idee kam der dritten Frau im Bunde. Sandra hilft bei der Entwicklung des SISTER-Magazins und wird in einem der nächsten Posts ausführlicher vorgestellt! Bisher haben wir diese Idee kaum weiterverfolgt: wir würden einem jeden Wochentag verschiedene Themenkomplexe zuordnen, euch Tipps gegen den Montags-Blues geben und das Wochenende immer wieder neu verplanen! Natürlich würden wir nicht starr und fest an allen Wochentagen hängen und beispielsweise über längere Reisen (nicht nur 2-Tage-Wochenendtrips) berichten … es geht hier um die grobe Idee. Fazit: Schwierig, aber interessant!

Wie könnte es aussehen – Beispiel:

  • Arbeitswoche – Montag = Beruf & Karriere
  • WTWW – What-to-wear-Wednesdays = Mode & Styling
  • Technik-Donnerstag = Technologie & Trends
  • Samstagsreise = Reisen & Unternehmungstipps
  • Sonntagskrimi = Kultur, Musik, Literatur etc.

 

{3} Lebensräume

Eine meiner frühen Ideen war die Kategorisierung der Zeitschrift in Wohn- und Lebensräume. Ich lebe selbst in einem Einzimmer-Appartment, aber in meinem Kopf ist der Raum klar in unterschiedliche Lebensbereiche eingeteilt: die offene Küche endet am komischen Fleck auf dem Boden; da ist meine offene Kleiderstange, wo man sich über Mode & Styling Gedanken macht und schließlich mein Sofa zum Lesen (= Kultur und Literatur) oder Hören (= Musik). Natürlich würden wir nicht nur im Haus bleiben, sondern euch auch nach draußen mitnehmen: ins Büro, den Park oder Supermarkt!

Wie könnte es aussehen – Beispiel:

  • Esszimmer = Gastgeben & Dekorieren
  • Wohnzimmer = Kultursektion
  • Büro = Job & Karriere
  • Bad = Beauty & Wellness
  • Ankleidezimmer = Mode & Styling

 

{4} Aktion, Reaktion & Emotion

Klingt pathetischer, als es ist ;)! Hier würden wir die Themen einfach zu ganz verschiedenen Verben zuordnen, welche sich rund ums Fühlen und Tun drehen.

  • Sehen = Kultur: Kinotipps, Galerien etc.
  • Hören = Interviews etc, aber auch Musik
  • Wissen = Technologie & Trends
  • Essen = Essen ;)
  • Machen = DIY
  • Bewegen = Sport & Wellness
  • Tragen = Mode & Styling
Kategorisierung / Categories
Traditionell / Traditional
Wochentage / Weekdays
Lebensraeume / Living Spaces
Aktion und Emotion / Action and Emotion

  
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Ein terminologisches Dilemma – die Zeitschrift

Magazine Pile

Bei der Grundlagenrecherche des Untersuchungsgegenstandes meiner Diplomarbeit stieß ich auf ein interessantes Phänomen der deutschen Sprache, welche man als Normalbürger kaum realisiert. Es geht um das sog. “terminologische Dilemma” des Begriffs “Zeitschrift” (synonym darf der Begriff “Magazin” verwendet werden). Zu dieser Mediengattung hat es in der Forschung wohl immer wieder Versuche der Definitionsfindung gegeben und immer wieder sind Publizisten und Wissenschaftler daran gescheitert bzw. war man mit den Definitionen nicht zufrieden. Warum?

Der Grund für diese Probleme liegen einerseits in der inhaltlichen Nähe zur ZeitUNG. Im umgangssprachlichen Alltag verwendet man nämlich häufig Zeitschriften als “Zeitung” (passiert wirklich oft, ihr müsst mal darauf achten!). Weiterhin tauchen Zeitschriften in höchst unterschiedlichen und zuweilen ungewöhnlichen Erscheinungsformen auf. Daher fallen Definitionen einerseits zu spezifisch aus und schließen dann nicht alle Zeitschriften ein oder aber Deutungsversuche fallen strotzen vor Allgemeinplätzen und man könnte jeden Flyer und das regulär gekaufte Klopapier mit Sprüchen als Zeitschrift identifizieren ;)!

Immer wieder aber wird die Schuld den Laien zugeschoben (also uns?!). Selbst für den Oberbegriff der Publikationsarten (Zeitung, Zeitschrift, Wochenblatt, Werbeschrift) verwenden wir häufig “Zeitung”. “Trotz ihrer inhaltlichen und systematischen Vielfalt muss die Zeitschrift heute immer noch als ‘Leidtragender’ dieser sprachlichen Ungenauigkeiten bezeichnet werden.” (Gerlach 1988 )

Apropos Definitionen: eine besondere Art der Umgangsweise entwickelten einige Publizistikforscher bereits in den 30er-Jahren – nämlich eine sogenannte “Anti-Lösungs-Philosophie”. Was das bedeutet? Man klassifizierte einfach alles als Zeitschrift, was NICHT Zeitung war. Da hat man es sich auch leicht gemacht ;):

„Als Zeitschrift sollen […] alle periodischen Druckwerke mit kontinuierliche Stoffdarbietung gelten, die mit der Absicht eines unbegrenzten Erscheinens mindestens viermal jährlich herausgegeben werden, soweit sie keine Zeitung sind.“ (Lothar Hake)

In Kürze folgt die heute übliche Definition der Zeitschriften, aber genug theoretischer Stoff für den heutigen Tag! Ich ziehe mich jetzt mit einer interessanten ZeitSCHRIFT zurück und wünsche Euch allen einen angenehmen Start in die neue Woche!

Quelle Bild: Moco_loco auf FLICKR